Medizinische Bäder

Der Nutzen thermoneutraler oder mild warmer Bäder erschließt sich aufgrund ihrer muskelentspannenden, gelenkentlastenden, schmerzlindernden und gewebsentwässernden Effekte. Zudem kommt es zu vegetativ dämpfenden Effekten, so dass von diesen Bädern eine allgemein entspannende und beruhigende Reaktion ausgeht. Das wird sich auch auf die Förderung von Erholungsvorgängen nach schweren körperlichen bzw. sportlichen Belastungen sowie auf die Symptomatik von psychovegetativen Erschöpfungs- und Überforderungszuständen positiv auswirken.

Wassergymnastik

Das Bewegungsbad

Bei allen Bewegungseinschränkungen, Haltungsschwächen und -anomalien, krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule, bei akuten und chronisch schmerzhaften Gelenkerkrankungen, zur Nachbehandlung von Frakturen und nach Operationen im Bereich des Bewegungsapparates, bei gynäkologischen Erkrankungen sowie bei hormonalen und nervlich bedingten Fehlfunktionen.

Die Wärme des Wassers von 31° C wirkt in Verbindung mit der Sole schmerzlindernd.

Moorbreibäder und Moorpackungen

Anwendbar bei chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, Bandscheiben- und Wirbelsäulenleiden, Arthrose, den meisten Formen des Weichteil-Rheumatismus (Periarthropathien, Tendomyosen), Folgezuständen nach Verletzungen und operativen Eingriffen am Bewegungsapparat, Osteoporose, gynäkologische Erkrankungen.

Bei den rheumatischen Erkrankungen wirken in erster Linie die spezifischen thermischen Eigenschaften des Moorbades bzw. der Moorpackung.  Die die Haut berührende Moorschicht gleicht sich durch Wärmeabgabe sehr schnell der Hauttemperatur an, und da die Wärmenachleitung aus dem Moorbrei nur sehr langsam erfolgt, wird das Moorbad von 42° C nicht heißer empfunden als ein Wasserbad von 37° C.